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Flotte · Softwareverwaltung

Softwareverwaltung der Roboterflotte.Jeder Roboter mit bekanntem Stand.

Softwareverwaltung der Roboterflotte bedeutet, für jeden Roboter jederzeit zu wissen, welche Firmware, welche Konfiguration, welche Aufgabenprogramme und welche KI-Modelle installiert sind, und Abweichungen vom freigegebenen Referenzstand zu erkennen. Grundlage ist ein zentrales Konfigurationsmanagement mit Software-Stückliste je Gerätetyp. Für das Patchen in industriellen Umgebungen gibt es den technischen Bericht IEC TR 62443-2-3, für Prüflisten die BSI-Grundschutz-Bausteine OPS.1.1.3 Patch- und Änderungsmanagement und OPS.1.1.6 Software-Tests und -Freigaben. Den Freigabeprozess einzelner Updates beschreiben wir auf einer eigenen Seite. Stand Oktober 2026.

Kurz beantwortet · Stand Oktober 2026
Roboter aus Glas in einem gläsernen Prüfrahmen, Messwerkzeuge aus Aluminium
Werksabnahme und Prüfung vor dem Versand.

01  Problem

Warum Software in der Flotte auseinanderläuft.

Im Pilotwerk läuft ein Roboter mit einem bekannten Softwarestand. Ein Jahr und drei Werke später sieht es oft anders aus. Ein Werk hat ein Update zurückgestellt, weil die Linie gerade unter Druck stand. Ein anderes hat eine Greifstrategie lokal angepasst. Ein drittes hat ein Ersatzgerät bekommen, das mit einem neueren Stand ausgeliefert wurde. Niemand hat etwas falsch gemacht, und trotzdem hat die Flotte jetzt fünf Softwarestände.

Unterschiedliche Softwarestände in einer Roboterflotte erschweren Fehlersuche, Schwachstellenmanagement und den Vergleich von Kennzahlen zwischen Werken. Eine Störung, die nur bei einer bestimmten Kombination aus Firmware und Aufgabenprogramm auftritt, ist ohne sauberes Verzeichnis kaum zu finden. Bei Sicherheitslücken muss die OT-Security in Stunden wissen, welche Geräte betroffen sind.

Diese Seite behandelt die Verwaltung der Software über die ganze Flotte. Wie ein einzelnes Update geprüft, freigegeben und zurückgerollt wird, steht auf unserer Seite zu Software-Updates für Roboter.

02  Bestandteile

Welche Software ein Roboter hat und wer sie verwaltet.

BestandteilBeispielVerwaltet vonWo dokumentiert
Firmware und BetriebssystemAntriebsregler, Steuerungsrechner, FunkmodulHersteller, Freigabe durch KonzernGeräteverzeichnis je Seriennummer
SicherheitssoftwareGröße der Schutzfelder, Verhalten bei Not-Halt, Grenzwerte für KraftHersteller, Freigabe durch EHSGeräteverzeichnis, Unterlagen zur Gefährdungsbeurteilung
KonfigurationParameter, Netzwerkeinstellungen, BenutzerrollenFlottenverantwortungKonfigurationsablage mit Versionsstand
AufgabenprogrammeEingelernte Abläufe für eine StationWerk, nach KonzernvorgabeProgrammablage je Station
KI-ModelleWahrnehmung, Greifen, NavigationHerstellerModellversion je Gerät
Fleet-SoftwareLeitstand, Auftragsverteilung, AuswertungZentrale IT oder WerkIT-Konfigurationsdatenbank
Karten und UmgebungsdatenHallenpläne, Sperrzonen, LadepunkteWerkKartenablage mit Änderungshistorie

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Wann rechnet sich ein Roboter in Ihrem Werk?

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03  Grundsätze

Grundsätze für die Softwareverwaltung einer Roboterflotte.

  • Referenzstand je Gerätetyp: Für jeden freigegebenen Robotertyp gibt es einen dokumentierten Stand aus Firmware, Sicherheitssoftware, Konfiguration und Modellversion. Abweichungen sind erlaubt, aber nur mit Begründung und Frist.
  • Ist-Stand automatisch erfassen: Die Fleet-Software sollte die installierten Versionen jedes Geräts auslesen und exportieren können. Händische Listen veralten schnell.
  • Software-Stückliste abgleichen: Mit einer Software-Stückliste (SBOM) je Softwarestand kann die OT-Security neue Schwachstellen gegen die Flotte prüfen. Der Cyber Resilience Act verlangt von Herstellern eine SBOM in maschinenlesbarem Format.
  • Aufgabenprogramme versionieren: Ein eingelerntes Programm ist Betriebswissen. Es gehört in eine zentrale Ablage mit Versionsstand, damit ein Ersatzgerät die Aufgabe schnell übernehmen kann und gute Lösungen in andere Werke wandern.
  • Konfiguration sichern: Vor jeder Änderung und in festen Abständen wird die Konfiguration jedes Geräts gesichert. Eine Sicherung, die nie zurückgespielt wurde, ist ungeprüft.
  • Lizenzen im Blick: Fleet-Software, Diagnosewerkzeuge und manche Funktionen sind lizenzpflichtig. Lizenzen, Laufzeiten und Gerätebindung gehören in dieselbe Verwaltung.

04  Patchen

Patchmanagement für Roboter in industriellen Netzen.

Der technische Bericht IEC TR 62443-2-3 behandelt das Patchmanagement in industriellen Automatisierungsumgebungen. Viele Konzerne nutzen ihn als Rahmen, weil Patchen in der Produktion anders funktioniert als im Büro: Ein Neustart kostet Takt, und jede Änderung kann Verhalten verändern. Für Roboter heißt das, Sicherheitspatches nach Dringlichkeit einzuteilen und in Wartungsfenstern zu bündeln.

Das IT-Grundschutz-Kompendium des BSI enthält mit OPS.1.1.3 einen Baustein für Patch- und Änderungsmanagement und mit OPS.1.1.6 einen Baustein für Software-Tests und -Freigaben. Beide lassen sich auf eine Roboterflotte übertragen, etwa für Rollen, Testumgebung und Dokumentation.

Für Unternehmen, die nach dem BSI-Gesetz als wichtige oder besonders wichtige Einrichtung gelten, ist das Schwachstellenmanagement ausdrücklich Teil der Risikomanagementmaßnahmen nach § 30 Abs. 2 Nr. 5 BSIG. Eine saubere Softwareverwaltung der Flotte ist dafür die Voraussetzung.

05  Aufbau

Softwareverwaltung aufbauen in fünf Schritten.

  1. Inventar erstellen

    Für jedes Gerät alle Softwarebestandteile aus der Tabelle mit Version erfassen. Fehlende Angaben beim Hersteller anfordern.

  2. Referenzstände festlegen

    Je Gerätetyp einen freigegebenen Stand definieren und im Konzernstandard veröffentlichen.

  3. Abweichungen sichtbar machen

    Ein monatlicher Abgleich zeigt, welche Geräte vom Referenzstand abweichen, mit Grund und geplantem Termin für die Angleichung.

  4. Schwachstellen prüfen

    Neue Sicherheitsmeldungen gegen die Software-Stücklisten abgleichen und betroffene Geräte priorisieren.

  5. Herstellerangaben vorab klären

    PhoenixOne fragt über den direkten Kontakt zu Herstellern in Shanghai ab, ob Versionen auslesbar sind, ob es eine SBOM gibt und wie Konfigurationen gesichert werden. Die Bewertung liegt bei Ihrer IT/OT-Security.

06  Fragen

Häufige Fragen kurz beantwortet.

Wie verwaltet man die Software vieler Roboter?

Mit einem zentralen Konfigurationsmanagement. Für jeden Robotertyp gibt es einen freigegebenen Referenzstand aus Firmware, Sicherheitssoftware, Konfiguration und KI-Modell. Die Fleet-Software liest den Ist-Stand jedes Geräts aus, Abweichungen werden mit Grund und Frist dokumentiert. Aufgabenprogramme und Konfigurationen liegen versioniert in einer zentralen Ablage.

Was ist eine SBOM bei Robotern?

Eine SBOM, also Software-Stückliste, listet die Softwarekomponenten eines Produkts mit Versionen auf. Für Roboter hilft sie der OT-Security, neue Schwachstellen schnell den betroffenen Geräten zuzuordnen. Der Cyber Resilience Act verlangt von Herstellern eine SBOM in maschinenlesbarem Format. Fordern Sie sie vor dem Kauf an.

Welche Norm beschreibt Patchmanagement in der Industrie?

Der technische Bericht IEC TR 62443-2-3 aus der Normenreihe IEC 62443 behandelt Patchmanagement in industriellen Automatisierungsumgebungen. Ergänzend enthält das IT-Grundschutz-Kompendium des BSI die Bausteine OPS.1.1.3 Patch- und Änderungsmanagement und OPS.1.1.6 Software-Tests und -Freigaben. Beide eignen sich als Rahmen für Roboterflotten.

Sollten alle Roboter einer Flotte denselben Softwarestand haben?

Das ist das Ziel, aber selten jederzeit erreichbar. Gestaffelte Rollouts, Ersatzgeräte und Wartungsfenster führen zu zeitweisen Abweichungen. Wichtig ist, dass jede Abweichung bekannt, begründet und befristet ist. Unbekannte Softwarestände erschweren Fehlersuche, Schwachstellenmanagement und den Vergleich zwischen Werken. Fehlt eine SBOM, wird jede Schwachstellenmeldung zur Handarbeit.

Wem gehören eingelernte Roboterprogramme?

Das regelt der Vertrag mit dem Hersteller. Eingelernte Aufgabenprogramme enthalten Betriebswissen des Werks. Konzerne sollten vertraglich festhalten, dass sie Programme, Konfigurationen und Betriebsdaten nutzen, sichern und auf andere Geräte übertragen dürfen, auch nach Vertragsende. Klären Sie das vor der Bestellung mit Einkauf und Rechtsabteilung.

Ihre Aufgabe, unser Kontakt.Der passende Roboter aus Shanghai.

Beschreiben Sie, was der Roboter tun soll. Wir suchen über unseren direkten Kontakt zu Herstellern in Shanghai das passende Modell und klären die Unterlagen, die Ihr Werk für die Freigabe braucht.

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