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Finanzierung · Robot as a Service

Robot as a Service.Zahlen für Leistung statt für Hardware.

Robot as a Service (RaaS) ist ein Modell, bei dem ein Anbieter Roboter samt Wartung, Software und Support bereitstellt und nach Nutzung oder Leistung abrechnet, etwa je Betriebsstunde, je Vorgang oder als Monatspauschale. Das Unternehmen kauft kein Gerät und trägt weniger technisches Risiko. Ob der Vertrag im Konzernabschluss als Leasing nach IFRS 16 gilt, hängt davon ab, ob er die Nutzung eines identifizierten Geräts überträgt. Für humanoide Roboter ist das Angebot an RaaS-Verträgen in Deutschland Stand Oktober 2026 noch klein.

Kurz beantwortet · Stand Oktober 2026
Steigende Stapel aus Aluminiumscheiben, oben ein Roboter aus Glas, daneben ein Kupferstab
Förderung: Was Großunternehmen beantragen können.

01  Modelle

Robot as a Service: die Abrechnungsmodelle.

ModellAbrechnungVorteilWorauf achten
Monatspauschalefester Betrag je Gerät und Monatplanbare KostenMindestlaufzeit, Kündigungsfristen
Je Betriebsstundegemessene Laufzeit mal StundensatzKosten folgen der NutzungWer misst, was zählt als Betriebsstunde?
Je VorgangAnzahl erledigter Aufgaben, etwa Behälter oder TeileKosten folgen der LeistungDefinition eines erfolgreichen Vorgangs, Umgang mit Fehlversuchen
Grundgebühr plus NutzungSockelbetrag und variabler AnteilMischung aus Planbarkeit und FlexibilitätHöhe des Sockels im Verhältnis zur erwarteten Nutzung

02  Inhalt

Was ein RaaS-Vertrag regeln sollte.

  • Leistungsumfang: Gerät, Software, Updates, Wartung, Ersatzteile, Fernüberwachung, Einsätze vor Ort.
  • Verfügbarkeit: zugesagte Verfügbarkeit, Messmethode, Reaktionszeiten und Folgen bei Unterschreitung.
  • Austausch: Darf der Anbieter das Gerät gegen ein anderes tauschen? Wie schnell kommt ein Ersatzgerät?
  • Daten: Welche Betriebs- und Bilddaten erhebt der Anbieter, wo werden sie gespeichert, wer darf sie nutzen?
  • Integration: Wer passt die Station an und wer zahlt dafür? Integration ist in RaaS-Preisen oft nicht enthalten.
  • Sicherheit: Wer erstellt die Unterlagen für die Gefährdungsbeurteilung, wer schult das Personal?
  • Laufzeit und Ende: Mindestlaufzeit, Verlängerung, Rückbau, Löschung von Daten auf dem Gerät.
  • Haftung: Schäden durch den Roboter, Produktionsausfall, Versicherung.

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Wann rechnet sich ein Roboter in Ihrem Werk?

Mit Ihren eigenen Zahlen: Wann sich ein Roboter rechnet, gekauft oder gemietet.

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03  Bilanz

RaaS im Konzernabschluss: Dienstleistung oder Leasing?

Viele Konzerne wählen RaaS, weil laufende Dienstleistungskosten leichter freizugeben sind als eine Investition. Ob das bilanziell so bleibt, entscheidet IFRS 16. Nach Paragraph 9 ist ein Vertrag ein Leasingverhältnis oder enthält eines, wenn er das Recht überträgt, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts für einen Zeitraum gegen Entgelt zu beherrschen.

Ein identifizierter Vermögenswert liegt nach IFRS 16 nicht vor, wenn der Anbieter ein substanzielles Recht hat, das Gerät während der Nutzung auszutauschen, und davon wirtschaftlich profitiert. Steht ein bestimmter Roboter dauerhaft in Ihrem Werk und bestimmen Sie, wie er eingesetzt wird, spricht viel für ein Leasingverhältnis. Dann wird ein Nutzungsrecht bilanziert, auch wenn der Vertrag Service heißt.

Verträge mit Leasing- und Servicebestandteilen werden nach IFRS 16 in der Regel aufgeteilt. Die Beurteilung im Einzelfall liegt beim Konzernrechnungswesen. Diese Darstellung ist allgemeine Information und keine Bilanzierungsberatung.

04  Prüfung

RaaS-Angebot prüfen: in fünf Schritten.

  1. Leistung in Stunden übersetzen

    Rechnen Sie jedes Abrechnungsmodell auf Kosten je produktiver Stunde und je Vorgang um. Nur so lassen sich RaaS, Miete und Kauf vergleichen.

  2. Mit Kauf und Miete vergleichen

    Im Amortisationsrechner tragen Sie die monatlichen RaaS-Kosten als Miete ein und stellen sie dem Kauf gegenüber.

  3. Nebenkosten ergänzen

    Integration, Infrastruktur, interne Aufsicht und Schulung zahlen Sie meist auch bei RaaS selbst.

  4. Risiken bewerten

    Was passiert, wenn der Anbieter den Dienst einstellt oder das Modell nicht mehr unterstützt? Gibt es eine Übernahmeoption für die Geräte?

  5. Rechnungswesen einbinden

    Vor Unterschrift klären, ob der Vertrag nach IFRS 16 als Leasing gilt. Das verändert Bilanz und Kennzahlen.

05  Einordnung

Für wen RaaS bei Humanoiden passt.

RaaS passt gut zum Einstieg, wenn ein Werk Erfahrungen sammeln will, ohne ein Gerät zu besitzen, und wenn die eigene Instandhaltung noch kein Robotikwissen hat. Für eine große Flotte ist RaaS auf Dauer oft teurer als Kauf oder Leasing, weil der Anbieter Risiko, Service und Marge einpreist. Ob sich das lohnt, hängt davon ab, wie viel Risiko und Personal ein Konzern selbst tragen will.

PhoenixOne vermittelt Roboter über den direkten Kontakt zu Herstellern in Shanghai. Ob ein Hersteller oder ein Partner in Europa ein RaaS-Modell für ein bestimmtes Gerät anbietet, fragen wir im Einzelfall an. Eine Zusage zur Verfügbarkeit solcher Modelle geben wir nicht. Den Vertrag prüfen Ihre Rechts- und Finanzabteilung.

Ein Mittelweg ist RaaS für die ersten Geräte und Kauf oder Leasing, sobald das Werk eigenes Wissen aufgebaut hat. Achten Sie dann darauf, dass Daten, Programme und Einstellungen aus der RaaS-Phase übernommen werden dürfen.

06  Fragen

Häufige Fragen kurz beantwortet.

Was ist Robot as a Service?

Robot as a Service, kurz RaaS, ist ein Modell, bei dem ein Anbieter Roboter samt Wartung, Software und Support bereitstellt und nach Nutzung abrechnet. Üblich sind Monatspauschalen, Preise je Betriebsstunde oder je erledigtem Vorgang. Das Unternehmen kauft kein Gerät und trägt weniger technisches Risiko, zahlt dafür aber den Service des Anbieters mit.

Gibt es humanoide Roboter als Robot as a Service?

Vereinzelt. Stand Oktober 2026 ist das Angebot an RaaS-Verträgen für humanoide Roboter in Deutschland noch klein. Häufiger sind Miete oder Kauf mit Servicevertrag. Ob für ein bestimmtes Modell ein RaaS-Angebot verfügbar ist, lässt sich nur im Einzelfall beim Hersteller oder bei einem Servicepartner erfragen.

Ist RaaS im Konzernabschluss ein Leasing?

Das kann sein. Nach IFRS 16 Paragraph 9 ist ein Vertrag ein Leasingverhältnis, wenn er das Recht überträgt, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts gegen Entgelt zu beherrschen. Steht ein bestimmter Roboter dauerhaft im Werk und steuern Sie seinen Einsatz, spricht viel dafür. Die Einordnung des konkreten Vertrags nimmt Ihr Konzernrechnungswesen vor.

Ist RaaS günstiger als ein Roboterkauf?

Für kurze Laufzeiten und unsichere Einsätze oft ja, weil keine Anschaffung nötig ist. Über viele Jahre und bei hoher Auslastung ist RaaS meist teurer, weil der Anbieter Risiko, Service und Marge einpreist. Vergleichen Sie beide Wege mit denselben Annahmen zu Laufzeit, Auslastung und Nebenkosten.

Was gehört in einen RaaS-Vertrag?

Ein RaaS-Vertrag sollte Leistungsumfang, zugesagte Verfügbarkeit mit Messmethode, Reaktionszeiten, Austauschregeln, Datennutzung, Zuständigkeit für Integration und Sicherheitsunterlagen, Laufzeit, Kündigung, Rückbau und Haftung regeln. Besonders wichtig ist die Definition dessen, was abgerechnet wird, etwa eine Betriebsstunde oder ein erfolgreicher Vorgang. Unklare Definitionen führen später zu Streit.

Quellen · Stand Oktober 2026

  1. Verordnung (EU) 2023/1803, IFRS 16 Leasingverhältnisse, Paragraph 9 und Anhang B (identifizierter Vermögenswert, Austauschrechte)

Allgemeine Information, keine Rechts-, Steuer- oder Zollberatung. Maßgeblich sind die jeweiligen Rechtstexte und Bescheide.

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