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Branche · Energieversorgung

Roboterflotte in der Energieversorgung.Viele Standorte, eine Leitstelle.

Eine Roboterflotte in der Energieversorgung unterscheidet sich von Fabrikflotten: Die Roboter verteilen sich auf viele unbesetzte Standorte wie Umspannwerke, Kabeltunnel oder Kraftwerksbereiche und werden aus einer Leitstelle überwacht. Die Stufen sind Pilot an einem Standort, mehrere Standorte einer Region, ein ganzes Netzgebiet und der Konzernverbund. Für Inspektion sind Vierbeiner heute am weitesten. Laut Herstellerangaben erreichen einzelne Modelle Schutzart IP67 bei Laufzeiten von etwa 2,5 bis 6 Stunden je nach Modell. Kennzahlen sind eingesparte Anfahrten, Inspektionsintervall und Befunde je Rundgang.

Kurz beantwortet · Stand Oktober 2026
Drei Aluminiumsockel wachsender Größe, darauf ein, drei und acht Roboterfiguren aus Glas, verbunden durch Kupferstäbe
Vom ersten Roboter zur Flotte: Stufe für Stufe.

01  Ausgangslage

Energieanlagen liegen weit verteilt.

Ein Netzbetreiber oder Kraftwerksbetreiber hat seine Anlagen nicht in einer Halle, sondern über eine Region verteilt. Viele Umspannwerke sind nicht ständig besetzt. Für jede Inspektion fährt ein Team hin, geht einen Rundgang, liest Anzeigen ab, macht Wärmebilder und fährt zurück. Ein großer Teil der Zeit geht für Fahrten verloren.

Mobile Inspektionsroboter können einen Teil dieser Rundgänge vor Ort übernehmen, auch nachts oder bei schlechtem Wetter. Die Daten gehen an eine Leitstelle, die bei Auffälligkeiten ein Team schickt. Aus China und Asien gibt es Berichte über solche Einsätze. Laut TechNode patrouilliert ein Vierbeiner X30 von DEEP Robotics in Kabeltunneln der SP Group in Singapur. Laut einer Mitteilung über Accessnewswire setzt ein Versorger der State Grid in einem 220-kV-Umspannwerk ein System aus zwei Vierbeinern ein.

Für humanoide Roboter ist die Energieversorgung heute noch ein Randthema. Aufgaben im Freien, auf Schotter und in Kabelgängen passen besser zu Vierbeinern mit hoher Schutzart. Humanoide können eher in Werkstätten und Lagern von Energieunternehmen helfen.

02  Stufen

Skalierungsstufen im Energienetz vom Standort zum Netzgebiet.

StufeUmfangLeitkennzahlWichtige Frage
Pilotein Vierbeiner in einem Umspannwerk oder Kraftwerksbereich mit festem RundgangAnteil der Messpunkte, die zuverlässig erfasst werdenFunktioniert der Roboter bei Regen, Kälte und auf Schotter?
Liniemehrere Standorte einer Region, Roboter fest stationiert oder per Fahrzeug umgesetzteingesparte Anfahrten pro MonatWie werden Laden und Wartung vor Ort organisiert?
Werkganzes Netzgebiet oder Kraftwerkspark mit gemeinsamer LeitstelleInspektionsintervall je Anlage im Vergleich zu vorherWie fließen Befunde in die Instandhaltungsplanung?
Verbundmehrere Netzgebiete oder Gesellschaften im KonzernKosten pro Inspektion über alle StandorteGilt die Freigabe der Informationssicherheit für alle Gesellschaften?

Amortisationsrechner · kostenfrei

Wann rechnet sich ein Roboter in Ihrem Werk?

Mit Ihren eigenen Zahlen: Wann sich ein Roboter rechnet, gekauft oder gemietet.

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03  Treiber

Was die Rechnung bei Versorgern bestimmt.

  • Anfahrten: Bei weit verteilten Anlagen kostet die Fahrt zum Standort oft mehr Zeit als der Rundgang selbst. Jede Inspektion, die ohne Anfahrt läuft, spart Zeit und Fahrzeugkosten. Bei stationierten Robotern braucht es dafür Ladestation und Unterstand vor Ort.
  • Häufigere Kontrollen: Ein Roboter kann Rundgänge öfter fahren als ein Team. Frühere Hinweise auf heiße Klemmen oder Leckagen können Ausfälle vermeiden. Diesen Wert sollten Sie getrennt von der Kostenersparnis darstellen.
  • Kritische Infrastruktur: Betreiber kritischer Anlagen nach der BSI-Kritisverordnung haben besondere Pflichten zur IT-Sicherheit. Ein Roboter mit Funk und Fernzugriff ist ein weiteres System im Netz und muss in das Sicherheitskonzept passen. Siehe Cybersecurity und NIS2.
  • Feste Sensorik als Alternative: Für Werte, die dauernd überwacht werden müssen, sind feste Sensoren oder Kameras oft günstiger. Ein mobiler Roboter lohnt sich eher bei vielen verteilten Messpunkten.
  • Umsetzbarkeit: Ein Roboter, der per Fahrzeug zwischen Standorten wechselt, verteilt seine Kosten auf mehr Anlagen. Das funktioniert, wenn die Rundgänge gut planbar sind.
  • Herkunft und Daten: Für Betreiber kritischer Infrastruktur ist die Frage, wohin ein Roboter Daten sendet, besonders wichtig. Datenwege und Fernwartung müssen vor dem Pilot geklärt sein.

04  Rechnung

Anfahrten zählen mit Beispielwerten.

Alle Zahlen hier sind frei erfundene Beispielwerte. Ein Netzgebiet hat 20 Umspannwerke, die jeweils zweimal im Monat begangen werden. Jede Begehung kostet im Beispiel 1,5 Stunden Fahrt und 1 Stunde Rundgang für zwei Personen. Das sind 5 Personenstunden pro Begehung, 200 Personenstunden im Monat und 2.400 im Jahr.

Wenn Roboter im Beispiel die Hälfte der Begehungen übernehmen, entfallen 1.200 Personenstunden und 240 Fahrten im Jahr. Dafür kommen Kosten für Roboter, Ladestationen, Leitstelle und Wartung hinzu. Ob sich das rechnet, hängt von Ihren Werten ab. Sie tragen sie in den Amortisationsrechner ein.

Für Netzbetreiber ist zusätzlich die Frage wichtig, ob Investitionen und Betriebskosten in der Regulierung anerkannt werden. Das klären Sie mit Ihrer Regulierungsabteilung. Hinweise zur Finanzierung bietet die Seite Finanzierung im Konzern.

05  Ablauf

Vom ersten Umspannwerk zur Flotte im Netzgebiet.

  1. Standort mit vielen Messpunkten wählen

    Ein Umspannwerk oder einen Kraftwerksbereich mit festem Rundgang und vielen Ablesepunkten auswählen.

  2. Wetter und Gelände testen

    Den Pilot über mehrere Jahreszeiten laufen lassen, damit Regen, Schnee und Hitze abgedeckt sind.

  3. Sicherheitsfreigabe holen

    Elektrische Sicherheit, Zutritt zu Schaltanlagen, IT-Sicherheit und Datenwege prüfen lassen.

  4. Leitstelle anbinden

    Befunde automatisch in Instandhaltung und Störungsmanagement übernehmen.

  5. Region für Region ausrollen

    Standorte nach Ähnlichkeit ordnen und mit einem Rahmenvertrag Geräte, Ersatzteile und Service für das ganze Netzgebiet sichern.

06  Vermittlung

PhoenixOne für Energieversorger.

PhoenixOne AI vermittelt Inspektionsroboter über unseren direkten Kontakt zu Herstellern in Shanghai. Für Versorger fragen wir nach Schutzart, Temperaturbereich, Sensorik für Wärmebild und Geräusche, Datenwegen und Möglichkeiten für einen Betrieb ohne Cloud. Die Angaben zu Schutzart und Laufzeit stammen von den Herstellern und sind im Pilot zu prüfen.

Die Hinweise zur BSI-Kritisverordnung sind allgemeine Information für Energieunternehmen und ersetzen nicht die Prüfung durch Ihre Informationssicherheit oder eine Rechtsberatung. Stand Oktober 2026.

07  Fragen

Häufige Fragen kurz beantwortet.

Können Roboter Umspannwerke inspizieren?

Ja, Roboter können Umspannwerke inspizieren. Vierbeiner gehen feste Rundgänge, lesen Anzeigen ab, machen Wärmebilder und melden Auffälligkeiten an eine Leitstelle. Laut Berichten laufen solche Einsätze in China und Singapur. Ob ein Gerät zu Wetter, Gelände und Sicherheitsregeln Ihres Standorts passt, zeigt ein eigener Pilot.

Warum sind Vierbeiner für Energieanlagen besser als Humanoide?

Vierbeiner sind für Energieanlagen heute meist besser geeignet, weil sie auf Schotter, Treppen und Gitterrosten sicher laufen und laut Herstellerangaben teils Schutzart IP67 erreichen. Humanoide sind für Arbeiten im Freien selten ausgelegt. Sie können eher in Werkstätten und Lagern von Energieunternehmen helfen.

Was spart ein Inspektionsroboter beim Netzbetreiber?

Ein Inspektionsroboter spart beim Netzbetreiber vor allem Anfahrten und Zeit für Routinerundgänge. Dazu kommt der Nutzen häufigerer Kontrollen, die Schäden früher zeigen können. Dem stehen Kosten für Roboter, Ladestationen, Leitstelle und Wartung gegenüber. Mit eigenen Zahlen rechnen Sie das im Amortisationsrechner nach.

Was gilt für Roboter in kritischer Infrastruktur?

Für Roboter in kritischer Infrastruktur gelten die Pflichten des Betreibers zur IT-Sicherheit. Welche Anlagen dazu zählen, regelt die BSI-Kritisverordnung. Ein Roboter mit Funk und Fernzugriff muss in das Sicherheitskonzept passen, Datenwege und Fernwartung müssen geklärt sein. Für den Einzelfall entscheidet Ihre Informationssicherheit.

Wie viele Standorte kann ein Inspektionsroboter abdecken?

Wie viele Standorte ein Inspektionsroboter abdecken kann, hängt davon ab, ob er fest stationiert ist oder per Fahrzeug umgesetzt wird. Ein stationierter Roboter deckt einen Standort ab. Ein umgesetzter Roboter kann mehrere Standorte mit planbaren Rundgängen versorgen. Die richtige Mischung zeigt die Planung im Netzgebiet.

Ihre Aufgabe, unser Kontakt.Der passende Roboter aus Shanghai.

Beschreiben Sie, was der Roboter tun soll. Wir suchen über unseren direkten Kontakt zu Herstellern in Shanghai das passende Modell und klären die Unterlagen, die Ihr Werk für die Freigabe braucht.

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