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Wirtschaftlichkeit · Fachkräftemangel

Roboter und Fachkräftemangel.Was die Zahlen zeigen und was nicht.

Laut Fachkräfteengpassanalyse 2025 der Bundesagentur für Arbeit gab es im Jahr 2025 in 157 Berufen einen Fachkräfteengpass, nach 163 im Jahr 2024 und 183 im Jahr 2023. Die stärksten Engpässe liegen in Pflege, Gesundheit, Bau und Handwerk. In der spanenden Metallbearbeitung meldet die BA für 2025 keinen Engpass mehr. Für Industriebetriebe heißt das: Ein Roboter lässt sich mit dem Fachkräftemangel nur begründen, wenn die eigenen Zahlen zu offenen Stellen, Fluktuation und unbesetzten Schichten das stützen.

Kurz beantwortet · Stand Oktober 2026
Eine Balkenwaage aus Aluminium und Kupfer, links ein Roboter aus Glas, rechts vier Sanduhren, im Gleichgewicht
Wann sich ein Roboter rechnet, mit Ihren eigenen Zahlen.

01  Zahlen

Fachkräftemangel in Zahlen: die Engpassanalyse der BA.

KennzahlWertQuelle
Engpassberufe 2025157BA, Fachkräfteengpassanalyse 2025
Engpassberufe 2024163BA, Fachkräfteengpassanalyse 2025
Engpassberufe 2023183BA, Fachkräfteengpassanalyse 2025
Berufe unter Beobachtung 2025161BA, Fachkräfteengpassanalyse 2025
Gemeldete Stellen für Fachkräfte, Spezialisten und Experten, Durchschnitt 2025rund 402.000, etwa die Hälfte in EngpassberufenBA, Presseinfo Nr. 32 vom 02.09.2026
Anteil ausländischer Beschäftigter in Engpassberufen2014: 7 %, 2025: rund 14 %BA, Presseinfo Nr. 32 vom 02.09.2026

02  Einordnung

Was die Zahlen für die Industrie bedeuten.

Die Zahl der Engpassberufe ist seit 2023 gesunken. Die Bundesagentur für Arbeit nennt als Schwerpunkte Pflege- und Gesundheitsberufe, Bau und Handwerk, dazu Köchinnen und Köche, Berufskraftfahrerinnen und Berufskraftfahrer sowie Erzieherinnen und Erzieher. Für die spanende Metallbearbeitung stellt die Analyse 2025 fest, dass es im Vergleich zum Vorjahr keinen Engpass mehr gibt.

Ehrlich gesagt ist die bundesweite Engpassanalyse deshalb kein starkes Argument für Roboter in der Fertigung. Sie misst Engpässe auf Ebene von Berufen und im Bundesdurchschnitt. Ein einzelnes Werk kann trotzdem kaum Personal für die Nachtschicht finden, hohe Fluktuation an belastenden Arbeitsplätzen haben oder in einer Region liegen, in der die Lage angespannter ist. Diese Werte stehen in der eigenen Personalstatistik, nicht in der Bundesstatistik.

Die Engpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit wird auch nach Ländern ausgewertet. Auf unseren Länderseiten finden Sie für jedes Bundesland einen belegten Satz zur Lage in Fertigungsberufen.

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Wann rechnet sich ein Roboter in Ihrem Werk?

Mit Ihren eigenen Zahlen: Wann sich ein Roboter rechnet, gekauft oder gemietet.

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03  Argumente

Wann Fachkräftemangel ein tragfähiges Argument ist.

  • Offene Stellen für dieselbe Tätigkeit bleiben über Monate unbesetzt. Die Zahl steht in der Personalplanung des Werks.
  • Schichten können nicht voll besetzt werden, vor allem nachts und am Wochenende. Die Zahl unbesetzter Schichten pro Monat ist eine gute Kennzahl.
  • Die Fluktuation an bestimmten Arbeitsplätzen ist hoch, zum Beispiel wegen körperlicher Belastung, Hitze oder monotoner Tätigkeit.
  • Altersabgänge in den nächsten Jahren sind absehbar und Nachbesetzungen schwierig.
  • Fachkräfte verbringen Zeit mit einfachen Nebentätigkeiten, die ein Roboter übernehmen könnte, sodass sie für anspruchsvollere Aufgaben frei werden.

04  Rechnung

Fachkräftemangel in die Wirtschaftlichkeitsrechnung übersetzen.

  1. Kosten der Lücke ermitteln

    Was kostet eine unbesetzte Schicht heute? Überstunden, Leiharbeit, Ausfall von Produktion. Diese Kosten sind der Vergleichswert.

  2. Entlastung des Roboters bestimmen

    Welcher Anteil der fehlenden Arbeitszeit lässt sich mit einem Roboter abdecken? Die Antwort kommt aus der Aufgabenanalyse und später aus dem Pilot.

  3. Mit Arbeitskosten bewerten

    Die vollen Arbeitskosten je geleisteter Stunde lagen laut Statistischem Bundesamt im Verarbeitenden Gewerbe 2025 bei 49,50 Euro. Für die eigene Rechnung gelten die Werte der Kostenstelle, bei Leiharbeit die Verrechnungssätze.

  4. Gegenrechnen

    Den Wert der abgedeckten Stunden gegen die Kosten des Roboters stellen. Im Amortisationsrechner geben Sie dafür Stundenkosten, Anteil und Auslastung selbst ein.

  5. Beschäftigte einbeziehen

    Erklären Sie, welche Aufgaben der Roboter übernimmt und welche Tätigkeiten frei werden. Der Betriebsrat ist nach § 90 BetrVG über die Planung zu unterrichten.

05  Grenzen

Was ein Roboter beim Personalmangel nicht löst.

Ein humanoider Roboter übernimmt heute einzelne, klar beschreibbare Aufgaben. Er ersetzt keine erfahrene Fachkraft mit Prozesswissen. Jeder Roboter braucht zudem Menschen für Aufsicht, Instandhaltung und Programmierung. In Werken, in denen genau diese Mechatronik- und Instandhaltungskräfte fehlen, kann eine Flotte den Engpass sogar verschieben.

PhoenixOne vermittelt Roboter für Aufgaben, bei denen der Personalmangel im Werk konkret belegt ist. Über den direkten Kontakt zu Herstellern in Shanghai klären wir, welche Aufgaben ein Modell zuverlässig übernimmt und welcher Schulungsaufwand für Ihr Personal entsteht. Wenn ein klassischer Industrieroboter, ein Cobot oder eine Prozessänderung die Lücke besser schließt, sagen wir das.

Planen Sie deshalb die Qualifizierung des eigenen Personals von Anfang an mit, bevor die Flotte wächst.

06  Fragen

Häufige Fragen kurz beantwortet.

Wie viele Engpassberufe gibt es in Deutschland?

Laut Fachkräfteengpassanalyse 2025 der Bundesagentur für Arbeit gab es im Jahr 2025 in 157 Berufen einen Fachkräfteengpass. Im Jahr 2024 waren es 163, im Jahr 2023 noch 183. Weitere 161 Berufe stehen unter Beobachtung. Die Schwerpunkte liegen in Pflege, Gesundheit, Bau und Handwerk.

Gibt es einen Fachkräftemangel in der Metallindustrie?

Für die spanende Metallbearbeitung stellt die Bundesagentur für Arbeit in der Engpassanalyse 2025 fest, dass es im Vergleich zum Vorjahr keinen Engpass mehr gibt. Bundesweite Zahlen sagen aber wenig über einzelne Werke und Regionen. Maßgeblich für eine Investitionsentscheidung sind die offenen Stellen, unbesetzten Schichten und die Fluktuation im eigenen Betrieb.

Können Roboter den Fachkräftemangel lösen?

Roboter können einzelne Aufgaben übernehmen und so Lücken in Schichten verkleinern. Sie ersetzen keine Fachkraft mit Prozesswissen und brauchen selbst Personal für Aufsicht, Instandhaltung und Programmierung. Sinnvoll sind sie dort, wo der Personalmangel im Werk belegt ist und die Aufgabe klar beschreibbar ist.

Wie begründet man einen Roboter mit dem Fachkräftemangel im Investitionsantrag?

Mit Zahlen aus dem eigenen Werk: offene Stellen über mehrere Monate, unbesetzte Schichten, Fluktuation an belastenden Arbeitsplätzen, absehbare Altersabgänge und die Kosten der Lücke durch Überstunden oder Leiharbeit. Bundesstatistiken eignen sich als Hintergrund, tragen den Antrag aber nicht allein. Gremien fragen nach dem eigenen Werk.

Wo finde ich Zahlen zum Fachkräftemangel in meinem Bundesland?

Die Bundesagentur für Arbeit wertet ihre Engpassanalyse auch nach Ländern aus und veröffentlicht die Ergebnisse in ihrem Statistikangebot und über die Regionaldirektionen. Auf unseren Länderseiten finden Sie einen belegten Satz zur Lage in Fertigungsberufen je Bundesland mit Link zur Quelle.

Ihre Aufgabe, unser Kontakt.Der passende Roboter aus Shanghai.

Beschreiben Sie, was der Roboter tun soll. Wir suchen über unseren direkten Kontakt zu Herstellern in Shanghai das passende Modell und klären die Unterlagen, die Ihr Werk für die Freigabe braucht.

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