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Branche · Metallindustrie

Roboterflotte in der Metallindustrie.Schwere Teile, raue Hallen, klare Zahlen.

Eine Roboterflotte in der Metallindustrie lohnt sich vor allem bei Aufgaben zwischen den Anlagen: Teile umsetzen, Behälter tauschen, Zwischenlager versorgen und Sichtprüfungen machen. Für Umformen, Schweißen und schweres Handling bleiben klassische Industrieroboter meist die bessere Wahl. Der Personaldruck ist hoch: Laut Arbeitgeberverband Gesamtmetall arbeiteten im Dezember 2025 erstmals seit Juli 2015 weniger als 3,8 Millionen Menschen in der Metall- und Elektroindustrie, 102.500 weniger als ein Jahr zuvor. Für die Skalierung zählen Traglast, Schutz gegen Staub und Öl sowie die Verfügbarkeit im Schichtbetrieb.

Kurz beantwortet · Stand Oktober 2026
Drei Aluminiumsockel wachsender Größe, darauf ein, drei und acht Roboterfiguren aus Glas, verbunden durch Kupferstäbe
Vom ersten Roboter zur Flotte: Stufe für Stufe.

01  Ausgangslage

Metallverarbeitung zwischen Hochautomation und Handarbeit.

In vielen Metallwerken stehen hochautomatisierte Anlagen neben Bereichen mit viel Handarbeit. Pressenstraßen und Schweißlinien laufen mit Robotern seit Jahrzehnten. Zwischen diesen Anlagen tragen aber oft Menschen Teile, stapeln Gitterboxen um, entgraten nach oder prüfen Oberflächen mit dem Auge. Genau in diesen Lücken suchen Werke nach mobilen und humanoiden Robotern.

Die Bedingungen sind hart für jede Technik. Hallen sind heiß oder kalt, Luft enthält Staub, Späne und Ölnebel, Böden sind uneben. Ein Roboter, der im Labor sauber läuft, kann hier schnell Probleme mit Sensoren, Gelenken oder Akkus bekommen. Die Schutzart nach IP-Code ist deshalb eine der ersten Fragen an jeden Hersteller.

Gesamtmetall meldet für die Metall- und Elektroindustrie im Dezember 2025 einen Rückgang um 102.500 Arbeitsplätze gegenüber dem Vorjahresmonat. Für Werksleitungen bedeutet das zwei Dinge zugleich: Investitionen müssen sich schnell rechnen, und Aufgaben, die niemand mehr machen will, bleiben trotzdem zu erledigen.

02  Stufen

Vom Pilot zum Verbund in metallverarbeitenden Werken.

StufeBeispielaufgabeLeitkennzahlTechnischer Prüfpunkt
PilotTeile von einem Band in Gitterboxen umsetzenbewegte Teile pro Stunde im Vergleich zum PlanGreifen von öligen und scharfkantigen Teilen
LinieVersorgung mehrerer Anlagen mit Rohteilen und Abholen fertiger TeileWartezeit der Anlagen auf MaterialWege, Böden und Begegnungen mit Staplern
WerkZwischentransport, Sichtprüfung und Behältermanagement in mehreren Hallentechnische Verfügbarkeit über alle SchichtenLadeinfrastruktur und Schutz gegen Staub und Späne
Verbundgleiche Aufgaben an mehreren Standorten der GruppeKosten pro bewegtem Teil über alle Werkeeinheitlicher Wartungsvertrag und Ersatzteilvorrat

Amortisationsrechner · kostenfrei

Wann rechnet sich ein Roboter in Ihrem Werk?

Mit Ihren eigenen Zahlen: Wann sich ein Roboter rechnet, gekauft oder gemietet.

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03  Treiber

Was in der Metallindustrie die Kosten pro Teil treibt.

  • Traglast und Teilegewicht: Viele Humanoide geben laut Hersteller Traglasten im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Kilobereich je Arm an. Schwere Schmiede- oder Gussteile fallen damit heraus.
  • Umgebung: Staub, Öl und Hitze verkürzen Wartungsintervalle. Je höher die Schutzart, desto weniger Ausfälle sind zu erwarten. Fordern Sie die IP-Angabe schriftlich an.
  • Ergonomie: Aufgaben mit schwerem Heben und Zwangshaltungen erzeugen Ausfallzeiten bei Beschäftigten. Ein Roboter kann solche Tätigkeiten abnehmen, der Nutzen zeigt sich aber erst über längere Zeit.
  • Anlagenstillstand: Wenn eine Presse oder ein Ofen auf Material wartet, kostet jede Minute. Ein Roboter, der Wartezeiten verkürzt, kann wirtschaftlich sein, auch wenn er langsamer ist als ein Mensch.
  • Bestehende Automation: Wo eine Fördertechnik oder ein fester Roboter die Aufgabe übernehmen kann, ist das in der Regel die günstigere und robustere Lösung.
  • Wartung: In rauer Umgebung entscheidet ein guter Wartungsvertrag mit klaren Reaktionszeiten mit darüber, ob die Flotte rechnet.

04  Rechnung

Ein Rechenweg für Anlagen, die auf Material warten.

Die Werte in diesem Beispiel sind frei gewählt und keine Messwerte. Eine Anlage wartet heute pro Schicht im Beispiel 25 Minuten auf Material, weil der Mitarbeiter am Zwischenlager anderswo gebraucht wird. Bei drei Schichten und 240 Tagen sind das 18.000 Minuten oder 300 Stunden Stillstand im Jahr.

Wenn ein Roboter diese Wartezeit zur Hälfte abbaut, gewinnt die Anlage 150 Stunden. Was diese Stunden wert sind, hängt von Ihrem Stundensatz der Anlage und von der Auftragslage ab. Diese Werte tragen Sie zusammen mit den Kosten des Roboters in den Amortisationsrechner ein.

Rechnen Sie zusätzlich den Fall, dass der Roboter selbst ausfällt. Ohne Ersatzgerät oder Rückfall auf Handarbeit kann ein Ausfall die gewonnenen Stunden wieder aufzehren. Die Seite versteckte Kosten listet solche Posten auf.

05  Ablauf

Freigabe und Rahmenvertrag für Metallwerke mit mehreren Standorten.

  1. Aufgaben sammeln

    In allen Werken Tätigkeiten zwischen den Anlagen erfassen: Gewicht, Häufigkeit, Wege, Umgebung.

  2. Gewicht und Umgebung filtern

    Nur Aufgaben behalten, die zur veröffentlichten Traglast und Schutzart passen. Den Rest prüfen Sie mit klassischer Automatisierung.

  3. Pilot in der rauesten Halle

    Den Pilot dort fahren, wo Staub und Temperatur am schwierigsten sind. Was dort läuft, läuft auch in den anderen Hallen.

  4. Arbeitssicherheit und Verkehrswege

    Begegnungen mit Staplern und Kranen in der Gefährdungsbeurteilung abbilden. Die Fachkraft für Arbeitssicherheit gibt die Wege frei.

  5. Rahmenvertrag mit Wartungspaket

    Wartungsintervalle für raue Umgebung, Ersatzteile und Austauschgeräte vertraglich festlegen. Hinweise dazu bietet die Seite Rahmenvertrag Roboter.

06  Vermittlung

PhoenixOne als Vermittler für Metallwerke.

Wir sind Vermittler und keine Hersteller. Über unseren direkten Kontakt zu Herstellern in Shanghai suchen wir Roboter, deren Traglast und Schutzart zu Ihrer Aufgabe passen, und fordern die nötigen Unterlagen an. Wenn ein klassischer Industrieroboter oder eine Fördertechnik besser passt, sagen wir Ihnen das offen.

Für Inspektionsaufgaben in sehr rauer Umgebung sind laut Herstellerangaben einige Vierbeiner mit Schutzart IP67 verfügbar. Ob sie zu Ihrer Halle passen, zeigt ein Test vor Ort. Stand Oktober 2026, allgemeine Information für Metallwerke ohne Gewähr für den Einzelfall.

07  Fragen

Häufige Fragen kurz beantwortet.

Eignen sich humanoide Roboter für die Metallverarbeitung?

Humanoide Roboter eignen sich in der Metallverarbeitung vor allem für leichte Aufgaben zwischen den Anlagen, etwa Teile umsetzen, Behälter tauschen oder Sichtprüfung. Für schwere Teile, Umformen und Schweißen sind klassische Industrieroboter in der Regel besser geeignet. Entscheidend sind Traglast und Schutz gegen Staub und Öl.

Welche Schutzart braucht ein Roboter in der Metallindustrie?

Die nötige Schutzart hängt von Staub, Spänen, Öl und Reinigung in der Halle ab. Je höher die beiden Ziffern im IP-Code, desto besser ist der Schutz gegen Fremdkörper und Wasser. Viele Humanoide veröffentlichen keine oder nur eine niedrige Schutzart. Fordern Sie die Angabe vor dem Pilot schriftlich an.

Wie berechnet man den Nutzen eines Roboters bei Anlagenstillstand?

Den Nutzen eines Roboters bei Anlagenstillstand berechnet man über die Wartezeit der Anlage auf Material. Die eingesparten Stunden multipliziert man mit dem Stundensatz der Anlage und stellt sie den Kosten des Roboters gegenüber. Der Amortisationsrechner auf dieser Website hilft dabei mit eigenen Werten. Rechnen Sie auch Ausfälle des Roboters selbst mit ein.

Wie viele Roboter braucht ein Metallwerk für den Start?

Für den Start braucht ein Metallwerk in der Regel nur wenige Geräte an einer klar umrissenen Aufgabe. Sinnvoll ist ein Pilot in der schwierigsten Halle, weil sich dort zeigt, ob der Roboter mit Staub, Öl und Temperatur zurechtkommt. Erst danach lohnt die Ausweitung auf eine Linie.

Was gehört in einen Wartungsvertrag für Roboter in rauer Umgebung?

In einen Wartungsvertrag für Roboter in rauer Umgebung gehören kürzere Wartungsintervalle, Reaktionszeiten bei Störungen, ein Vorrat an Verschleißteilen und Regeln für Austauschgeräte. Auch Software-Updates und die Pflege von Sensoren sollten geregelt sein. Bei mehreren Werken lohnt ein gemeinsamer Rahmenvertrag. Bei mehreren Hallen lohnt ein Vergleich der Werte je Halle.

Quellen · Stand Oktober 2026

  1. Gesamtmetall: Beschäftigung fällt in der Metall- und Elektro-Industrie unter 3,8 Millionen, Stand Dezember 2025
  2. Unitree B2, Herstellerangaben zu Schutzart IP67
  3. DEEP Robotics X30, Herstellerangaben zu Schutzart IP67

Allgemeine Information, keine Rechts-, Steuer- oder Zollberatung. Maßgeblich sind die jeweiligen Rechtstexte und Bescheide.

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