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Import · Transport

Robotertransport aus China.Akkus sind Gefahrgut, Sensorik ist empfindlich.

Roboter aus China kommen meist per Seefracht im Container, seltener per Bahn oder Luftfracht. Ihre Lithium-Ionen-Akkus sind Gefahrgut der Klasse 9: UN 3481, wenn sie im Roboter eingebaut oder mit ihm verpackt sind, UN 3480, wenn sie einzeln reisen. Jeder Akkutyp braucht eine bestandene Prüfung nach Unterabschnitt 38.3 des UN-Handbuchs Prüfungen und Kriterien. In der Luftfracht dürfen einzeln versandte Akkus seit Jahren höchstens 30 % Ladezustand haben, seit dem 1. Januar 2026 gilt das auch für mitverpackte Akkus. Eine eigene Transportversicherung ist Pflicht, weil die Haftung der Reederei eng begrenzt ist.

Kurz beantwortet · Stand Oktober 2026
Ein Container aus Milchglas mit offenen Türen, darin ein Roboter in einer Glaskiste, Kupferschiene zu einer Fabrikhalle
Import aus China: Zoll, CE, Unterlagen, Service.

01  Verkehrsträger

Seefracht, Bahn oder Luftfracht für Roboter im Vergleich.

KriteriumSeefrachtBahnLuftfracht
Typischer EinsatzFlotten, Ersatzteile in größeren MengenEilige Teillieferungen, wenn die Route zur Konzernrichtlinie passtEinzelne Pilotgeräte, dringende Ersatzteile
GefahrgutregelwerkIMDG-CodeRID und die Regeln der TransitstaatenICAO-TI und IATA-DGR
AkkusAls Gefahrgut deklarieren, Containerpackliste beachtenAls Gefahrgut deklarieren, Abstimmung mit dem Operator nötigStrenge Mengen- und Ladezustandsgrenzen, viele Akkus nur in Frachtflugzeugen
Belastung für den RoboterFeuchtigkeit, Salzluft, lange StandzeitenRangierstöße, TemperaturwechselKurze Laufzeit, aber mehrfaches Umladen
Compliance-FragenGeringRouten führen meist über Russland oder Belarus, Sanktionsrecht mit der Exportkontrolle prüfenGering

02  Gefahrgut

Lithium-Akkus als Gefahrgut: UN 3480 und UN 3481.

Lithium-Ionen-Akkus gehören zur Gefahrgutklasse 9. Die UN-Nummer hängt davon ab, wie der Akku reist. UN 3480 gilt für Akkus allein, etwa Ersatzakkus für die Flotte. UN 3481 gilt für Akkus, die in einem Gerät eingebaut oder mit dem Gerät in einer Verpackung sind. Ein Roboter mit eingesetztem Akku reist also als UN 3481.

Jeder Zell- und Akkutyp muss die Prüfungen nach Teil III, Unterabschnitt 38.3 des UN-Handbuchs Prüfungen und Kriterien bestanden haben. Die Spedition verlangt dafür die Prüfzusammenfassung des Herstellers. Fehlt sie, wird die Sendung in der Regel nicht angenommen.

In der Luftfracht gelten nach den IATA-Gefahrgutvorschriften, 67. Ausgabe 2026, besondere Grenzen. Einzeln versandte Lithium-Ionen-Akkus nach Packing Instruction 965 dürfen höchstens 30 % Ladezustand haben und nicht in Passagierflugzeugen reisen, außer mit behördlicher Genehmigung. Seit dem 1. Januar 2026 gilt die 30-%-Grenze auch für Akkus über 2,7 Wh, die mit einem Gerät verpackt sind. Ob ein Roboter mit großem Akku überhaupt per Luftfracht gehen kann, klären der Gefahrgutbeauftragte und die Airline im Einzelfall.

Die Akkus fallen zusätzlich unter die Batterieverordnung (EU) 2023/1542. Fordern Sie die Unterlagen für Transport und Produktrecht deshalb in einem Schritt an.

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Welche Unterlagen braucht Ihr Einkauf vom Hersteller?

Mit Ihren eigenen Zahlen: Wann sich ein Roboter rechnet, gekauft oder gemietet.

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03  Versicherung

Transportversicherung für Roboter: warum die Frachtführerhaftung nicht reicht.

Die Haftung des Verfrachters in der Seefracht ist gesetzlich begrenzt. Nach § 504 Abs. 1 HGB beträgt sie höchstens 666,67 Rechnungseinheiten je Stück oder 2 Rechnungseinheiten je Kilogramm Rohgewicht, je nachdem, welcher Betrag höher ist. Für einen Roboter mit hohem Warenwert deckt das nur einen kleinen Teil. Außerdem muss ein Verschulden des Frachtführers nachgewiesen werden.

Eine Transportversicherung mit Allgefahrendeckung ersetzt den Schaden unabhängig vom Verschulden. Im internationalen Handel heißen diese Bedingungen Institute Cargo Clauses (A). Konzerne haben meist eine laufende Transportversicherung, in die einzelne Sendungen nur angemeldet werden. Prüfen Sie, ob die Police Gefahrgut und Hochwertgüter einschließt und ob es eine Höchstsumme je Container gibt.

Ein Sonderfall ist die große Haverei nach §§ 588 ff. HGB. Opfert der Kapitän Teile von Schiff oder Ladung, um das Ganze zu retten, beteiligen sich alle Ladungseigentümer am Schaden. Ohne Versicherung muss der Konzern seinen Anteil selbst tragen, bevor die Ware freigegeben wird. Allgemeine Information, keine Rechtsberatung.

04  Ablauf

Roboter sicher verschiffen in sechs Schritten.

  1. Unterlagen sammeln

    UN-38.3-Prüfzusammenfassung, Sicherheitsdatenblatt oder Transportinformation zum Akku, Gewichte, Maße, Wh-Angaben.

  2. Verpackung festlegen

    Seetaugliche Kiste mit Feuchtigkeitsschutz, Trockenmittel und Fixierung der Gelenke. Schock- und Kippindikatoren zeigen, ob der Roboter unterwegs gestoßen wurde.

  3. Ladezustand vereinbaren

    Für die Seefracht den vom Hersteller empfohlenen Ladezustand festlegen, für die Luftfracht die IATA-Grenzen einhalten.

  4. Gefahrgut deklarieren

    Die Gefahrgutdeklaration erstellt in der Regel der Versender in China. Lassen Sie sich eine Kopie geben, bevor die Ware das Werk verlässt.

  5. Versicherung anmelden

    Sendung mit vollem Warenwert in der Konzernpolice anmelden oder eine Einzelpolice abschließen. Die Incoterms-Klausel entscheidet, ab wann Ihr Risiko beginnt.

  6. Bei Ankunft prüfen

    Indikatoren und Verpackung vor Unterschrift auf dem Lieferschein kontrollieren. Schäden sofort schriftlich vorbehalten und fotografieren.

05  Bahn

Bahntransport China-Europa: was die Compliance prüfen sollte.

  • Die meisten Bahnverbindungen zwischen China und Europa führen über Russland und Belarus. Die EU hat gegen beide Staaten umfangreiche Sanktionen erlassen.
  • Viele Konzerne haben deshalb Richtlinien, die solche Routen ausschließen oder eine Einzelfreigabe der Exportkontrolle verlangen. Klären Sie das vor der Wahl des Verkehrsträgers.
  • Versicherer schließen bestimmte Gebiete oder Risiken teilweise aus. Prüfen Sie die Police für Bahnsendungen gesondert.
  • Alternative Routen über Zentralasien und das Kaspische Meer existieren, sind aber organisatorisch aufwendiger.
  • PhoenixOne vermittelt über den direkten Kontakt zu Herstellern in Shanghai und klärt mit dem Hersteller Verpackung, Akku-Unterlagen und Verladetermin, damit Ihre Logistik und Ihre Spedition planen können.

06  Fragen

Häufige Fragen kurz beantwortet.

Sind Roboterakkus Gefahrgut?

Ja. Lithium-Ionen-Akkus gehören zur Gefahrgutklasse 9. Ist der Akku im Roboter eingebaut oder mit ihm verpackt, gilt UN 3481. Reisen Akkus einzeln, etwa als Ersatzakkus, gilt UN 3480. In jedem Fall muss der Akkutyp die Prüfungen nach Unterabschnitt 38.3 des UN-Handbuchs Prüfungen und Kriterien bestanden haben.

Kann man einen humanoiden Roboter per Luftfracht verschicken?

Grundsätzlich ja, aber mit Einschränkungen. Die IATA-Gefahrgutvorschriften begrenzen Mengen je Versandstück und den Ladezustand von Lithium-Akkus. Einzeln versandte Akkus dürfen ohne behördliche Genehmigung nicht in Passagierflugzeugen reisen. Ob ein bestimmter Roboter mit großem Akku per Luftfracht gehen kann, klären Gefahrgutbeauftragter und Airline im Einzelfall.

Wie viel zahlt die Reederei bei einem Transportschaden?

Nach § 504 Abs. 1 HGB höchstens 666,67 Rechnungseinheiten je Stück oder 2 Rechnungseinheiten je Kilogramm, je nachdem, was höher ist. Rechnungseinheit ist das Sonderziehungsrecht des Internationalen Währungsfonds. Für einen Roboter ist das meist nur ein Bruchteil des Werts. Deshalb braucht es eine Transportversicherung mit Allgefahrendeckung.

Welche Transportversicherung brauche ich für Roboter aus China?

Eine Allgefahrendeckung, im internationalen Handel nach den Institute Cargo Clauses (A). Konzerne melden Sendungen meist in ihrer laufenden Police an. Prüfen Sie, ob Gefahrgut, Hochwertgüter und der volle Warenwert gedeckt sind. Ab wann Ihr Risiko beginnt, legt die vereinbarte Incoterms-Klausel fest.

Was ist eine UN-38.3-Prüfzusammenfassung?

Das ist das Dokument, mit dem der Hersteller nachweist, dass ein Lithium-Akkutyp die Prüfungen nach Teil III, Unterabschnitt 38.3 des UN-Handbuchs Prüfungen und Kriterien bestanden hat, etwa Vibration, Stoß und Kurzschluss. Speditionen verlangen sie vor der Annahme. Fordern Sie sie für jeden Akkutyp vor der ersten Lieferung an.

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